Mutig sein – 7 einfache Wege, um mutiger zu werden

Mutig zu sein ist für viele Menschen eine große Herausforderung. Die Angst, etwas Negatives zu erfahren, hält sie oft davon ab, diesen Schritt zu gehen und doch würden sie es oft gerne. Wenn du zu diesen Menschen gehörst, möchte ich dich mit diesem Beitrag dabei unterstützen, mutiger zu werden.

Was mutig sein bedeutet und warum es sich lohnt, mutig zu sein

Mutig sein bedeutet, sich etwas zu trauen / fähig zu sein, etwas zu wagen. Mutig kannst du demnach nur dort sein, wo du dich unsicher fühlst. Andernfalls würde es keinen Mut erfordern.

Du hast bestimmt schon von der Komfortzone gehört. Sie definiert dein sicheres Umfeld, indem dir alles vertraut ist und du dich gefahrenlos bewegen kannst. Mut musst du dann aufbringen, wenn du deine Komfortzone verlässt, weil du dort auf das Unbekannte triffst. Und dieses Mutig-sein lohnt sich. Denn nur, wo du auf etwas Neues triffst – etwas Neues tust, erfährst oder siehst – kannst du wachsen und stärker werden.

Eine neue Erfahrung erweitert deinen Horizont, bildet deine Fähigkeiten aus oder entwickelt sie weiter. Zusätzlich schenkt sie dir oft Freude und Dankbarkeit, weil du sie als wertvoll empfindest.

Oft glauben wir, dass wir mit zu wenig Mut geboren wurden und daher gewisse Dinge im Leben niemals erleben werden. Uns fehlt einfach der Mut dazu. Oft lassen wir uns auch von Menschen einschüchtern, die aus unserer Sicht sehr mutige Dinge getan haben und fühlen uns durch den Vergleich mit ihnen mutloser als ohnehin schon. Das blockiert uns noch mehr daran, mutig zu sein.

Doch glaube mir: Mutig sein kann man lernen!

Mutig sein

7 Wege, um mutiger zu werden

Es gibt verschiedene Wege, um mutiger zu werden. Sie alle verfolgen meist eines der Ziele:

  • Die Angst verkleinern
  • Das Ziel bedeutsamer zu machen

Denn je weniger Angst du hast und je wichtiger dir ein Ziel ist, desto leichter wird es dir fallen, mutig zu sein.

1. Denke positiv

Dein Vertrauen zu stärken kann dir durch eine positive Sichtweise gelingen. Wir neigen oft dazu, das Negative zu fokussieren, es groß zu machen und uns dann von ihm einschüchtern zu lassen. Deswegen stärke dein Vertrauen, in dem du deinen Fokus auf das Positive lenkst.

Übe dich darin, mit den Augen der Liebe zu sehen, anstatt mit den Augen der Angst.

  • Anstatt dir auszumalen, wie schlimm es werden könnte, stelle dir vor, wie schön es sein könnte.
  • Anstatt die Gefahren zu unterstreichen, hebe vor, welche Möglichkeiten vor dir liegen.
  • Anstatt dir einzureden, wie unfähig du bist, erkenne die Stärke und Kraft, die in dir liegen.

Der Aufwand ist der gleiche, nur das Ergebnis ist besser. Diese Sichtweise stärkt dein Vertrauen und kann sogar Freude für das Neue in dir wecken. Das wird es dir leichter machen, mutig zu sein.

2. Wende Affirmationen an

Das Vertrauen zu stärken kannst du mit Affirmationen unterstützen. Affirmationen sind lebensbejahende Sätze, die immer auf die Lösung fokussiert sind.

Beispiele:

  • Nur Gutes erwartet mich.
  • Ich entscheide mich dafür, keine Angst vor der Zukunft zu haben.
  • Ich vertraue meinen Fähigkeiten.
  • Ich erreiche meine Ziele mühelos.

Überlege dir eine für dich passende Affirmation für deine Situation, die das Vertrauen und die Zuversicht stärken und damit deinen Mut steigern.

3. Visualisiere dein Ziel

Wenn du ein Ziel unbedingt erreichen möchtest, bist du viel eher bereit, dich deinen Ängsten zu stellen. Lass uns daher dein Ziel bedeutsamer für dich machen. Das kann durch Visualisierung gelingen. Stelle dir dein Ziel bildlich vor und schmücke dieses Bild in den schönsten Farben und Gefühlen aus. Tauche so sehr in dein Ziel ein, dass du es unbedingt erreichen willst und es daher mit jeder Angst aufnehmen willst.

Hierzu kannst du folgende Übung machen:

  • Setze dich entspannt hin und schließe die Augen.
  • Stelle dir nun das Ziel vor, das du erreichen möchtest.
  • Suche dir die Sezene heraus, die dir am meisten Angst macht.
  • Lasse vor deinem inneren Auge diese Situation in der bestmöglichen Version ablaufen. Stelle dir vor, wie alles mühelos abläuft und dir mühelos gelingt. Nimm dir Zeit dafür, alles in Ruhe durchzuspielen.
  • Spüre dann die Dankbarkeit dafür, dass alles so gut gelungen und gelaufen ist.
  • Komme langsam zurück ins Hier und Jetzt.
  • Behalte das Wohlgefühl und die Dankbarkeit.

Nimm dir für diese Übung täglich fünf bis zehn Minuten Zeit. Falls deine Ängste sehr dominant sind und du immer wieder angstvolle Bilder hast, kannst du die Übung auch öfter durchführen und deinen Ängsten entgegenwirken. Sie auflösen, indem du sie transformierst.

Durch die Visualisierung verknüpfst du mit dem Neuen ein positives Bild und kannst deine Vorfreude auf das Ziel steigern, was es dir leichter machen wird, mutig darauf zuzugehen.

In dieser Übung spielt auch das Gesetz der Anziehung eine Rolle. Je intensiver du dir etwas vorstellst, desto schneller manifestiert es sich in deinem Leben. Der Weg zum Ziel wird so auch noch zusätzlich leichter, je öfter und intensiver du diese Übung durchführst.

4. Lebe nach deinem Vorbild

In Situation, in denen du Mut brauchst, kann es hilfreich sein, sich an einem Vorbild zu orientieren. Nicht, um dich mit ihm zu vergleichen, sondern um dich von ihm inspirieren zu lassen und stärker zu werden. Ich hatte mal ein Vorbild aus der Serie „Prison Break“. Mir hat es geholfen, mich in herausfordernden Situationen in mein Vorbild hineinzuversetzen, mir vorzustellen, ich wäre diese Person und hätte ihre Eigenschaften. Das hat mich in diesem Moment stärker gemacht und zeitgleich die Fähigkeiten in mir ausgebaut, die ich lernen wollte.

Nach einem Vorbild zu leben kann es dir leichter machen, mutig zu sein. Welche Eigenschaft oder Fähigkeit hättest du gerne und wer könnte demnach dein Vorbild sein?

5. Verbinde dich mit denen, die bereits tun, was du tun willst

Wir haben oft das Optimum vor Augen – jene Menschen, die in Perfektion das tun, was wir tun möchten. Die erfolgreich und richtig gut sind. Wenn du noch nicht mal angefangen hast, dich auf den Weg zu machen, setzt dich der Vergleich mit ihnen oft unter Druck, weil du dir nicht vorstellen kannst, ebenfalls mal dort zu sein wo diese Menschen heute stehen.

Um dir die Angst vor dem Weg zu nehmen, lohnt es sich, Kontakt mit den Menschen aufzunehmen, die tun, was du tun möchtest. Frage sie, wie sie es geschafft haben, dorthin zu kommen, wo sie heute stehen, wie der Anfang für sie war und ob sie dir einen Tipp mit auf den Weg geben können. Die meisten sind gerne bereit zu helfen, weil sie ebenfalls mal an dem Punkt standen, an dem du heute stehst.

Dich mit denen auszutauschen, die bereits tun, was du tun möchtest, kann dir Vertrauen und Zuversicht schenken, dass du diesen Weg ebenfalls schaffen wirst, weil der Weg zum Ziel klarer wird. Es kann dich mutiger werden lassen, weil du erkennst, dass sie die gleichen Ängste und Schwierigkeiten hatten, vor denen du heute stehst und dass diese überwunden werden können.

6. Setze dir Ziele, die du erreichen kannst

Wenn du zu hohe Erwartungen an ein Ziel hast, kann das deine Angst steigern, auf dein Ziel zuzugehen und die Selbstzweifel fördern, es zu erreichen.

Überprüfe daher deine Ziele auf folgende Punkte:

  • Formuliere dein Ziel Positiv
    Formuliere dein Ziel positiv, sodass es auf die Lösung fokussiert ist und du es mit einem positiven Gefühl verbindest.
    Nicht: Ich möchte weniger Stress.
    Sondern: Ich möchte mehr Gelassenheit.
  • Liegt es in deiner Handlungsmacht?
    Überprüfe, ob das Erreichen deines Ziels in deiner Hand liegt. Oft nehmen wir uns Ziele vor, die wir gar nicht beeinflusse können.
    Nicht: Ich möchte bis in 2 Monaten einen Job haben.
    Sondern: Ich möchte bis in 2 Monaten X Bewerbungen abgeschickt haben.
  • Formuliere Schritte zum Ziel
    Zu hohen Ansprüche oder Erwartungen führen oft zu Enttäschungen, weil wir in zu kurzer Zeit ein zu großes Ergebnis verlangen. Erreichen wir es nicht, stärkt das unsere Unsicherheit und damit die Angst, Ziele zu erreichen.
    Formuliere daher Schritte zum Ziel / Zwischenziele, die dir den Weg zum Ziel erleichtern.
    Gib dir die Zeit, die du brauchst und überfordere dich nicht.
    Suche dir deinen Weg zum Ziel. Es gibt viele Wege, doch welcher passt für dich?

Je realistischer ein Ziel für dich ist, desto weniger Angst hast du davor, den Weg zum Ziel zu gehen und desto mutiger wirst du sein, weil überzeugt bist, dass Ziel erreichen zu können.

7. Wage dich bewusst über deine Komfortzone hinaus

Mutig kannst du nur da sein, wo die Angst ist und wo du dich dieser Angst stellst. Je öfter du das tust, desto mutiger wirst du werden. Daher kannst du durch das bewusste Verlassen deiner Komfortzone deinen Mut steigern.

Wenn du diesen Weg gehen möchtest, setze dir erst kleine(re) Ziele, die dich nicht so viel Überwindung kosten und steigere dann die Herausforderung. So übst du dich bewusst darin, mutig zu sein und wirst automatisch mutiger werden. Es kann sogar sein, dass du Freude an diesem Spiel entwickelst :) .

TIPP:
Gemeinsam geht manches leichter als alleine. So kannst du die Challenge „Mutig sein“ ins Leben rufen und mit einer Freundin / einem Freund starten. Definiert einen Zeitraum, in dem die Challenge stattfinden soll. Schreibt jeder einzeln auf, was ihr euch gerne trauen würdet. Unterstützt euch gegenseitig dabei, diese Herausforderung in dem angegebenen Zeitraum anzugehen und erfolgreich umzusetzen. Und belohnt euch für eure Erfolge! :)

Mutig sein ist gar nicht so schwer

Mutig sein ist gar nicht so schwer,

  • wenn man die Angst vor dem Unbekannten verkleinert
  • sich das Ziel so wichtig macht, dass man sich den Ängsten gerne stellen möchte.

Im Mutig-sein liegt das Abenteuer des Lebens und die Möglichkeit zum Wachstum. Mache dir heute noch dieses Geschenk und bilde dich zu einem stärkeren Selbst aus.

Wo und wie möchtest du mutig sein? Ich freue mich, wenn du mir von deinen Vorhaben und Erfahrungen erzählst! :)

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