Lass den Widerstand los und das Leiden lässt dich los

Loslassen lernen durch Annehmen was ist

Im Alltag gibt es oft Situationen, die uns stören, uns nervlich anspannen und uns Leid verursachen. Es gibt einen einzigen Grund, der uns all diese Situationen als unangenehm empfinden lässt. Welcher das ist und wie du dich von diesem Leiden befreien kannst, möchte ich dir heute erklären.

In welchen Formen sich Leid ausdrücken kann

Viele verbinden das Wort Leid mit körperlichem und seelischem Schmerz. Leid ist aber auch Unzufriedenheit, Unglücklich-sein, Wut und Ärger.
All jene Gefühle, die dich in eine negative Stimmung versetzen.

Heute möchte ich mich vor allem den Situationen widmen, die dich im Alltag belasten. Hierzu ein paar Beispiele

  • Dein Kind hat wieder nicht aufgeräumt, was dich sehr ärgert.
  • Du bist unzufrieden mit dem Ergebnis deiner Arbeit.
  • Du kommst zu spät zu einem Termin, was dich aufregt.
  • Du hörst Lärm und kannst dich nicht konzentrieren, was Wut in dir auslöst.

All diese Situationen kennst du so oder in ähnlicher Form aus deinem Leben und sie alle haben eine Gemeinsamkeit: sie verursachen dir Leid. Sie haben aber noch eine Gemeinsamkeit und zwar einen einzigen Grund, der dieses Leiden  verursacht.

Der einzige Grund, warum du leidest

Erkennst du, was in allen Situationen dein Leid auslöst?

Nehmen wir dazu das Beispiel Lärm

Die Tatsache
Der Lärm ist gegeben. Du kannst die Baustelle oder die Flugzeuge nicht verschwinden lassen.

Deine Reaktion
Du hast dich darauf konditioniert, dass dich der Lärm stört und beginnst, einen inneren Widerstand gegen den Lärm aufzubauen. Du willst ihn loswerden. Da der Lärm nicht verschwindet (er kann nicht verschwinden, da er Bestandteil der Gegenwart ist) du dich aber darauf fokussiert hast, dass er dich stört, lehnst du dich immer mehr gegen dieses Geräusch auf und wirst immer unzufriedener und gestresster.

Die Schlussfolgerung
Nicht der Lärm an sich verursacht dir Leid. Erst dein Widerstand gegen den Lärm, macht ihn für dich unerträglich.

So simpel ist die Antwort und sie trifft auf alles zu, was dir Leiden verursacht:
Der einzige Grund warum du leidest ist der, dass du Widerstand leistest, gegen das, was ist.

Je mehr du dich auflehnst, desto größer wird dein Leiden.

loslassen-lernen

Wie du Loslassen lernen kannst
– bewusst werden, dass ein Entkommen nicht möglich ist

Natürlich ist es für jeden auf Dauer schwer, sich inmitten Lärm zu konzentrieren, aber die Frage ist nur, ob es sich lohnt, einen gedanklichen Widerstand gegen etwas aufzubauen, das gegeben ist und dadurch zu leiden.

Um diese Frage zu beantworten, solltest du dir darüber klar werden, ob die Umstände geändert werden können oder nicht. Wenn eine Veränderung nicht herbeigeführt werden kann, ist der einzige Weg, dem Leiden zu entkommen, deine Einstellung zu dem Problem zu ändern und anzunehmen, was ist.

Wie du Loslassen lernen kannst
– annehmen was ist

  1. Nimm wertfrei wahr, was ist

Wenn dich etwas aufregt, versuche die Situation objektiv zu betrachten. Höre nicht den Lärm, der dich stört, sondern höre das, was es ist: ein Geräusch, das durch eine Maschine verursacht wird. Durch diese Vorstellung betrachtest du die gegebenen Umstände von außen und löst dich von der Verknüpfung mit deinen Gedanken, die dir einreden, dass ein Geräusch gleich Lärm ist und Lärm ein Störfaktor.

  1. Baue keinen Widerstand gegen das auf, was ist

Versteife dich nicht darauf, der Situation entfliehen zu wollen / die Situation anders haben zu wollen, wenn das nicht geht. Die Situation ist gegeben und du bist in dieser Situation gefangen. Ein Entkommen-wollen, ein innerer Widerstand, würde nur Leid verursachen. Macht es daher Sinn, sich aufzuregen?

  1. Nimm deine Gefühle bewusst wahr und akzeptiere sie

Wenn Wut in dir aufkeimt, akzeptiere sie. Nimm bewusst wahr, was in dir geschieht. Wenn sich Unruhe in dir breit macht, dein Atem schneller geht und dein Herz schneller pulsiert. Auch diese Gefühle sind Gegenstand dessen, was gerade ist und ihnen zu entfliehen ist nicht möglich. Daher musst du auch die Gefühle annehmen und darfst dich nicht gegen sie auflehnen. Denn je mehr du dich in sie hineinsteigerst, desto schlimmer werden sie. Je mehr du sie bewusst wahrnimmst und als das entlarvst, was sie sind, desto mehr distanzierst du dich von ihnen und desto ruhiger wirst du.

In dem du annimmst, was ist, verbindest du dich wieder mit der Gegenwart. Du möchtest dem, was ist, nicht mehr entfliehen und findest die Ruhe in dir. Aus dieser Ruhe heraus kannst du anfangen, bestmöglich mit der Situation umzugehen.

Nimm an, was ist und du wirst loslassen, woran du festhältst

Wenn dich Situationen im Alltag stören, nerven oder stressen, liegt die Ursache in deinen Gedanken, darin, dass du einen inneren Widerstand gegen das aufbringst, was ist.

Dadurch bist du zum Leiden verurteilt.

Je mehr du dich auflehnst, desto weiter wirst du in den Schmerz gezogen.

Wenn du Situationen nicht entfliehen und sie nicht ändern kannst, bedeutet Loslassen, deinen gedanklichen Widerstand loszulassen und die Dinge sein zu lassen, wie sie sind. Sie anzunehmen mit allem, was sie begleitet.

Wenn du die Dinge annimmst, wie sie sind, beginnst du – ohne es zu ahnen – die Dinge loszulassen. Dadurch wirst du frei.

Hilft dir diese Erkenntnis, beim Loslassen und wie schaffst du es, Dinge anzunehmen?
Ich bin sehr gespannt über deine Erfahrungen.

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