Du willst weniger arbeiten und mehr leben? – So geht’s

Downshifting – auf der Karriereleiter zurückfahren

Bist du dort angekommen, wo du immer hin wolltest, oder hast du ganz andere Träume, die nichts mit deiner momentanen Arbeit zu tun haben? Wenn du innerlich gekündigt hast, wenn du das Gefühl hast, zu viel zu arbeiten oder das falsche zu arbeiten, wenn du das Gefühl hast, eher ein fremdbestimmtes als ein selbstbestimmtes Leben zu führen, dann könnte Downshifting für dich in Frage kommen.

Mir geht es momentan sehr gut mit einer 35 Stunden Woche und einem Arbeitsbeginn um 7.00 Uhr. Das werde ich in den wenigsten Fällen an einem neuen Arbeitsplatz finden, da die 40 Stunden-Woche fast schon die Regel ist. Um meinen Wert auf dem Arbeitsmarkt zu prüfen, bin ich auf der Suche nach passenden Stellen und habe von einem interessanten Job in einer Agentur gelesen. In einer Agentur sind die Arbeitszeiten allerdings noch extremer. Je nach Auftragslage und Projekten kann man bis spät abends, bis in die Nacht oder auch viel am Wochenende arbeiten. Die Frage ist, zu welchem Preis ich mir eine bessere Karriere erkaufen würde. Freiheit gegen Karriere. Ist es mir das wert, wo ich doch lieber weniger arbeiten und mehr Freizeit haben würde?

Burn-out vorbeugen

Burn-out ist immer noch ein Tabu-Thema, aber in vielen Unternehmen mit wachsender Zahl präsent. Vom Chef über den Abteilungsleiter bis zum kaufmännischen Angestellten ist niemand gefeit vor der schleichenden Krankheit. Es sind Menschen, die Personalmangel ausgleichen müssen oder unter dem Druck von oben stehen, große Erfolge und Leistungen zu erbringen. Sie haben ein zu großes Pflichtbewusstsein und stellen sich soweit zurück, dass irgendwann ihr Körper für sie den Hilferuf übernimmt, mit dem Stress, der vielen Arbeit und dem Druck nicht mehr umgehen zu können. Downshifter beugen dieser Gefahr vor.

Selbstbestimmt arbeiten

Downshiften – neue Prioritäten setzen

Downshiften bedeutet, mit der Arbeit zurückfahren, um sich dem Leben zu widmen anstatt der Karriere, der Zufriedenheit anstatt dem Stress, der Zeit anstatt dem Geld. Es ist ein Weg weg von der funktionierenden Arbeitsmaschine hin zum selbstbestimmten Arbeiten und Leben:

  • Du hast mehr Zeit für dich, deine Familie oder dein Hobby
  • Du kannst einen neuen Job anfangen, der dir wirklich Spaß macht
  • Du kannst mit deinem Hobby selbstständig werden
  • Du kannst ein Ehrenamt ausüben, das dich erfüllt

„Ich bin 2,5 Stunden am Tag Hirte“

Herbert ist 56 Jahre alt und hat in seinem Beruf als Pilot die meiste Zeit seines Leben und zu dem sehr viel gearbeitet, in einem Beruf, der von Stress und großer Verantwortung geprägt ist. Die viele Zeit unterwegs und die wenige Zeit für sich hat dazu geführt, dass er nicht mehr abschalten konnte, wenn er dann mal zuhause war und dass er selbst mit seinen Wünschen und Bedürfnissen gar nicht mehr existiert hat. Heute fliegt er immer noch, hat sein Flugpensum aber weit zurück geschraubt, um sich endlich dem Leben zu widmen. Nun ist er für 2,5 Stunden am Tag glücklicher Hirte und betreut eine freilebende Herde von 20 Schafen und 15 Ziegen. Er versteht nicht viel von Schafen, erzählt er mir, er ist nur dafür da, um auf sie aufzupassen. Er schaut den Tieren zu, füttert sie mit trockenem Brot und genießt die Zeit mit ihnen. Er tätschelt dem schwarzen Schaf Mohrle auf den Kopf „ich nenne alle Mohrle, die kommen wenn ich rufe“ und tatsächlich, sobald er wegläuft und „Mohrle“ ruft, hoppelt eine Schar kugelrunder ungeschorener Schafe hinter ihm her. „Das ist was fürs Herz“, berichtet er mir strahlend, „dafür wurde es in meinem Leben Zeit!“

„Es ist nie zu spät, sich für das Leben zu entscheiden.
Das Wichtigste ist, überhaupt zu merken, dass etwas geändert werden muss
und dann anzufangen, den eigenen Weg zu gehen.“

Downshiften – so gehst du es an

Voraussetzung ist natürlich, dass du diesen Schritt samt Konsequenzen wirklich gehen willst – weniger Geld, weniger Rente und mögliche negative Kommentare aus deinem Umfeld, dafür weniger Stress, mehr Freiheit, mehr Zeit und mehr Zufriedenheit. Höre auf dein Herz. Wenn alles in dir dafür spricht, diesen Weg zu gehen, dann gehe ihn.

Es gibt keine genaue Anleitung zum Downshiften, da es viele Möglichkeiten gibt, um deinen Arbeitsbereich zu verkleinern. Du kannst in deiner Position zurücksteigen und vom Abteilungsleiter zum Angestellten wechseln, deine Arbeitszeit reduzieren oder deine Arbeitsziele herabsetzen. Für welche Form du dich entscheidest und in welchem Umfang du die Umsetzung angehst, bleibt eine Frage deiner Wünsche und finanziellen Mittel. Überlege dir, was du mit dem Downshiften erreichen möchtest: Willst du mehr Zeit für dich oder dein Hobby haben oder möchtest du einer Arbeit nachgehen, die dir wirklich Freude macht? Finde anschließend heraus, wie viel Geld du für dieses Leben verdienen müsstest.

  • Was für ein Leben willst du führen?
  • Was würde dich dieses Leben an Geld kosten?
  • Bekommst du eine neue Einnahmequelle? 
  • Benötigst du Geld für einen Neuanfang?
  • Welche finanziellen Mittel hast du in der Rückhand zur Verfügung?
  • Welche regelmäßigen Kosten hast du?
  • In welchem Maß kannst du dir Downshiften leisten?

Kannst du mit X % deines Gehalts leben?

Hier ein Vordruck für eine Beispielrechnung. Trage deine regelmäßigen Kosten ein und prüfe, in wie weit du dir leisten kannst, deine Arbeitszeit zu reduzieren.
Hier geht’s zum Vordruck.

Downshiften in anderen Bereichen deines Lebens anwenden

Wenn dir das geringere Einkommen nicht zum Leben reichen sollte, kannst du dein Leben auch in anderen Bereichen zurückfahren, um dir deine verkürzte Arbeitszeit leisten zu können.  Dann solltest du dich fragen, ob es Bereiche in deinem Leben gibt, die du günstiger halten kannst.

  • Würdest du in eine günstigere Mietwohnung ziehen?
  • Kannst du öfters auf das Auto verzichten?
    Fahrgemeinschaften bilden
    oder mit dem Fahrrad / zu Fuß wohin gelangen?
  • Kannst du auf Luxus verzichten?
  • Kannst du dein Essverhalten ändern?
    Nicht so oft essen gehen oder Vesper mitnehmen?

Eine Frage des Herzens

Du kannst durch das Downshiften ein selbstbestimmteres Leben führen, wenn du mit den Konsequenzen leben kannst. Es ist eine Frage der Überzeugung: Zeit versus Geld – Leben versus Arbeiten. Du wirst weniger Geld haben, dafür auch weniger Stress, mehr Freiheit, mehr Zufriedenheit und mehr Zeit.

Im besten Fall wirst du halb so viel verdienen und doppelt so gut leben.

Und am Ende wirst du nicht sagen: „Hätte ich doch nur mehr Zeit im Büro verbracht.“ Am Ende bereust du, zu wenig gelebt zu haben, zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge gehabt zu haben und den Versuch erst gar nicht gewagt zu haben.

Was ist dir wichtiger: Leben oder Arbeiten? Und kommt Downshiften für dich in Frage?


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15 Gedanken zu „Du willst weniger arbeiten und mehr leben? – So geht’s

  1. Noch zu den vermeintlichen Nachteilen: Ich verdiene weniger Geld, tätige aber auch keine teuren Frustkäufe mehr. Koche gerne selbst und hocke nicht mehr in teuren Restaurants. Meine Rente wird nicht wesentlich geringer ausfallen, weil ich vor meiner Umkehr (oder sollte ich lieber schreiben Rückkehr zu mir selbst?) schon 35 Jahre in die Kasse eingezahlt hatte. Alles nicht mehr so wichtig für mich. Ich genieße das Leben im Hier und Jetzt.

    1. Liebe Elena,
      schön so ein Beispiel zu hören. Vor allem, weil du nicht nur beschreibst, wie du es geschafft hast, sondern auch, was dir dieser Schritt an Wert zurück gibt. Aufgewogen bekommst du viel mehr als das, was du dafür bezahlst.
      Vielen Dank für diesen Einblick! Und genieße weiterhin dein Leben.
      Liebe Grüße
      Bettina

  2. Anfangs habe ich meine Führungsposition aufgegeben und bin jetzt als Angestellte tätig. Das war anfangs ziemlich komisch. Vor allen Dingen für die Kollegen. Die konnten meinen Schritt nicht nachvollziehen. Ich bin stolz darauf, dass ich es gewagt habe. Endlich konnte ich meine freie Zeit genießen. Heute lebe ich mir meinem Mann und vielen Tieren und bin sehr glücklich. Zum Ende des Jahres habe ich zudem meine Arbeitszeit massiv reduziert.

  3. Toller Beitrag, der gerade auch mein Leben beschreibt! Ich habe nun zum 01.06. die Reduzierung meiner Arbeitszeit auf 80% beantragt (also nur noch 4 statt 5 Tage die Woche arbeiten gehen). Ich erhoffe mir dadurch einiges und freue mich schon riesig darauf!

    1. Dankeschön! Und toll, dass du das für dich umsetzen konntest. Ich wünsch dir ganz viel persönliche Erfüllung! Hast du was bestimmtes vor oder möchtest du einfach deine Freizeit genießen?

  4. Hallo,

    Ich bin momentan auch voll berufstätig 45h Woche + 5h Fahrt/Woche
    29jahre alt männlich techn. Angestellter

    Ich sehe schon seit Jahren keinen Sinn drin. Ich suche nun schon seit 2 Jahren eine Halbtagsstelle in Hessen und finde keine. Die Möglichkeiten sind stark begrenzt. Ich würde jeden Job ausführen, Sekretär, Pfleger, fräser, Ausbilder, Instandhaltung, Hausmeister, Fahrer, Hauptsache eine 3 Tage Woche.

    Äußerst schwer etwas zu finden. Vielleicht habe ich bald endlich eine Stelle als Fräser 3 Tage/Woche.

    Die Unternehmen wollen von TZ nichts wissen. Das ist eher ein Dorn im Auge.

    Was mich noch interessiert für was gebt ihr Geld aus?

    Ich sehe absolut keinen Sinn darin mir ein teures Auto zu kaufen und zu wissen wie viele etliche Stunden Arbeit ich da rein investiert habe.
    Das sind für mich Leute die noch nicht viel nachgedacht haben. Versklaven lassen für Dinge die man gar nicht braucht. Die Menschheit versklavt sich selbst.

    Wenn ich 100 000 Euro habe kann ich mir für 40 000 Euro ein Auto kaufen. Aber nicht wenn ich 20 000 über Jahre angespart habe und mir eins für 25 000 Euro kaufe. Das kann ich nicht verstehen.
    Lieber eine kleine Wohnung und Freitags zu Hause bleiben.
    Lieber ein kleines Auto fahren und Donnerstags nur halb arbeiten.
    Keine dummen Abos, keine dummen Handyverträge, kein unnötiger luxuskonsum.

    Das ist meine Devise und ich wäre damit glücklich. Leute die ne 40 Stundenwoche haben und einen bmw fahren würden mich nicht neidisch machen. Ich denke eher der Neid wäre andersrum.
    Wie schaffen die das bloß alle Menschen arbeiten zu lassen für Sachen die sie gar nicht brauchen. Die ganzen Umstände, der Stress auf der Arbeit, das ganze Theater für einen Urlaub pro Jahr und nen Rieeesen Led tv. Ich kanns nicht mehr verstehen.

    In diesem Sinne

    Gruß
    Chris

    1. Hallo Chris,
      danke für den Einblick in dein Leben! Ich drück dir die Daumen, dass du die Stelle als Fräser bekommst oder bald eine andere findest, bei der du 3 Tage die Woche arbeiten kannst. Ich kann dich sehr gut verstehen. Wenn man sich das Leben ermöglichen kann, das man führen möchte, sollte man das auch tun.

      Ich persönlich spare zum Beispiel für größere Reisen. Ansonsten habe ich keine großen Zusatzausgaben. Miete, Essen, Auto (lediglich als Mittel zum Zweck) und ein bisschen Leben. Geld für Freizeitunternehmungen zu haben und auszugeben ist mir schon auch wichtig, um dem Alltag entfliehen zu können – wenn auch in Maßen. Mal ins Kino oder was trinken gehen oder ein Tagesausflug unternehmen. Das Geld, das ich durch meine recht einfache Lebensweise spare, gebe ich dann auch gern mal auf dem Markt aus und kaufe dort Obst und Gemüse, als im billigen Supermarkt.
      Liebe Grüße
      Bettina

  5. Das ist ja alles ganz nett, aber was ist mit den vielen „Normalis“ die schon in einer billigen Wohnung leben. Bei denen der Verdienst keine Ersparnisse zuließ. Die trotzdem zu viel Überstunden machen. Wann und wie dürfen die zurückschrauben ohne zu verhungern?

    1. Hey Normali,
      ich würde mich auch als Normali bezeichnen und könnte – wenn ich wollte – etwas an meiner Situation ändern. Ich müsste allerdings bereit sein, gewisse Kompromisse einzugehen. Generell kann man das aber auch schlecht sagen. Man müsste jede Situation einzeln betrachten, ob wirklich nichts zurück geschraubt werden kann.

      Wenn die Situation keine Ersparnisse zulässt, dann kommt zumindest Downshiften für die betreffenden Personen nicht in Frage. Diese Menschen sollten trotzdem schauen, dass sie sich auf andere Art und Weise mehr Zeit für sich nehmen. Hierzu gibt es auch ein paar Anregungen in diesem Beitrag: Nimm dir Zeit für dich. Viele gestresste Menschen – und da nehme ich mich nicht aus – machen sich selbst Stress, sagen aus Höflichkeit oder Pflichtbewusstsein ja, aber wollen bestimmte Dinge eigentlich nicht machen. So schaufeln sie sich unbeabsichtigt ihren Terminkalender voll und vernachlässigen sich selbst.

      Ich glaube, dass wer ehrlich mit sich ist und sich das Recht einholt, mehr Zeit für sich zu haben, mehr Zeit schaffen kann – ohne zu verhungern.

    2. Hey Bettina,
      ich denke du hast noch keine Kinder. All das was du schreibst klingt noch sehr weltfremd. Ich hoffe für dich, du kannst noch lange in deiner kleinen Wolke leben und wirst nicht zu früh alle dem entrissen. Das Leben ist nicht fair, sondern stetig neuer Kampf, den du gewinnen muss.
      Das ist in allen Lebenslagen so.
      Der schlimmste aller Kämpfe dabei, ist der mit dir selbst.
      Ruhe also in dir, so lange du es kannst.
      Gute Ratschläge helfen leider immer nur den Anderen, doch nie dir selbst, das wirst du noch früh genug erfahren müssen.

    3. Lieber Normali,
      richtig, ich habe keine Kinder. Ich habe allerdings Geschwister und kenne somit den Alltag einer Familie mit drei Kindern – wenn auch nicht als Mutter – und kann erahnen, wie viel Arbeit, Zeit und Energie es kostet, all das zu meistern und am Laufen zu halten. Ich gebe dir recht, dass der schwierigste Kampf der mit einem selbst ist, aber ich bin überzeugt, dass man sein Leben selbst gestalten kann und je nach innerer Einstellung das Leben auch nicht nur als Kampf betrachten kann. Trotz der vielen Tiefen, die wahrscheinlich ein jeder von uns durchleben muss, ist das Leben immer noch ein Geschenk, das wir schätzen sollten.

      Auch wenn ich noch jung bin habe ich schon Zeiten durchlebt, die ich nie wieder durchleben möchte. Habe Kämpfe mit mir geführt und führe sie teilweise immer noch. In sich zu ruhen ist eine Kunst, die einen oft erst das Leben durch solche Erfahrungen lehrt. Und dazu braucht es nicht unbedingt ein bestimmtes Alter oder eine Familie, um das zu erkennen und herauszufinden.

      Jeder hat sein Päckchen zu tragen und jeder muss für sich einen Weg finden, mit dieser Last umzugehen. Ich hoffe, dass auch du deinen Weg findest und das Leben nicht nur als Kampf ansiehst. Denn es gibt so viel Schönes und Positives für das man dankbar sein kann. Auch in deinem Leben. Meinst du nicht?

    4. Hallo Bettina,
      ich habe keinesfalls gesagt das ich unglücklich bin, ich bin nur Realist.
      Ich habe immer in meinem Leben getan, was mir Spass machte und zu meiner Lebenssituation passte. Ich weiß also, wovon ich rede.
      Träumen ist gut, doch alles zu seiner Zeit.
      Leider sind es Schicksalschläge die wir nicht beeinflussen können, die immer alles in Frage stellen. Dann wirst du deine Ohnmacht spüren. Du kannst einen geliebten Menschen nicht zurückbringen, wenn er gestorben ist. Er ist einfach weg und du kannst nichts dagegen machen.
      Ich wünsche dir viel Kraft für dein Leben, gerade Menschen, wie du, haben es schwerer im Leben, weil sie halt nicht gleichgültig sind.

      Liebe Grüße
      von einer Normali Mutter :-)

    5. Hallo Normali Mutter :)
      dann habe ich das falsch herausgelesen. Entschuldige.
      Einen geliebten Menschen zu verlieren ist schrecklich… Und es braucht Zeit, damit umgehen und vor allem diese Tatsache akzeptieren zu können.
      Danke dir, liebe Normali Mutter! :) Auch ich wünsche dir ganz viel Kraft für dein Leben.
      Liebe Grüße
      Bettina

  6. Hi!
    Danke für den Artikel und die praktischen Tipps! TOP!
    „Und am Ende wirst du nicht sagen: „Hätte ich doch nur mehr Zeit im Büro verbracht.“ Am Ende bereust du, zu wenig gelebt zu haben, zu wenig Zeit für die wichtigen Dinge gehabt zu haben und den Versuch erst gar nicht gewagt zu haben.“
    Yep! Hat mich an das Buch von Bronnie Ware erinnert. Sie hat sterbende Menschen in den letzten Tagen ihres Lebens gepflegt und die Dinge aufgeschrieben, die sie am meisten bereuen.
    1. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, mein eigenes Leben zu leben“
    2. „Ich wünschte, ich hätte nicht so viel gearbeitet“
    3. „Ich wünschte, ich hätte den Mut gehabt, meine Gefühle auszudrücken“
    4. „Ich wünschte mir, ich hätte den Kontakt zu meinen Freunden aufrechterhalten“
    5. „Ich wünschte, ich hätte mir erlaubt, glücklicher zu sein“
    Unterstreicht im Prinzip alles was du in deinem Artikel angesprochen hast… Hört man auf ältere, erfahrenere Menschen könnte man zumindest mal über downshiften nachdenken ;)
    Oder direkt ab auf den Selbstverwirklichungstrip :D
    Buch von Bronnie Ware gibt es übrigens hier. Die fünf Dinge, die Sterbende am meisten bereuen.

    1. Hi, danke dir!
      Du bist das beste Vorbild: Ab auf den Selbstverwirklichungstrip :D Du hattest den Mut, das zu wagen, was dein Herz dir gesagt hat – und auch wenn du noch nicht weißt, wie dein Weg weiter gehen wird, bist du losgegangen. Das schaffen nicht viele. Eigentlich hätte ich dich interviewen können als Zusatz für den Beitrag… ;) Danke für die Verbindung mit dem Buch, darauf bin ich gar nicht gekommen. Aber ich hatte bereits geplant, bald eine Buchempfehlung darüber zu schreiben :)

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