Wie dich dein Umfeld beeinflusst

Dein Umfeld bestimmt darüber, wer du bist und was du sein wirst. Jim Rohn, seinerzeit Autor und Motivationstrainer, sagte: „Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“ Und er hat recht.

Es ist erwiesen, dass dich dein Umfeld beeinflusst. Man nennt das auch „kollektives Bewusstsein“. Es ist eine unbewusste, psychische Grundstruktur des Menschen. So orientieren wir uns an unserem Umfeld und nehmen Verhaltens- und Glaubensweisen von ihm an. Das geht im Großen (Massenhysterie, Mode-Trends oder gesellschaftliche Werte der Kultur, in der wir leben) aber auch im Kleinen.

Dazu ein Beispiel.

Kennst du folgende Situation: Du gehst positiv gestimmt auf ein Familientreffen und befindest dich plötzlich unter Menschen, die sich nur beschweren – über ihre Gesundheit, die Gesellschaft, die Politik, den Terror und das Wetter. Mit der Zeit beginnt sich Negativität in dir auszubreiten und du fängst an, dich an den Gesprächen zu beteiligen, fängst ebenfalls an, dich zu beschweren, zu klagen und dich zu bemitleiden.

Kennst du das?

Vielleicht kennst du auch das Gegenteil, dass du in der Gegenwart positiver Menschen selbst positiv wirst. Dass du inmitten Träumer anfängst, selbst zu träumen. Dass du durch das Zusammensein mit Menschen, die ihr Leben bewusst gestalten, für dein eigenes Leben inspiriert wirst. Dass du inmitten mutiger Menschen selbst mutig wirst.

Kennst du auch das?

Dein Umfeld beeinflusst dich maßgeblich. Je nach dem, mit welchen Menschen du dich umgibst, können sie dich darin blockieren oder unterstützen, ein positives und erfülltes Leben zu führen.

Aber woran erkennst du nun, in welchem Umfeld du dich bewegst?

Natürlich geht es uns Menschen nicht immer nur gut und nicht immer nur schlecht und es geht auch nicht darum, dass du dich nur noch mit Menschen umgibst, die sich nie über etwas beschweren oder nie mal einen Abend auf der Couch verbringen. Es geht vielmehr um die Grundstimmung, die ein jeder Mensch in sich trägt. Die Geisteshaltung, für die er sich entscheidet – und die kann eher positiv oder eher negativ sein. Eher unterstützend oder eher hinderlich sein. Eher bereichernd und motivierend oder eher belastend und deprimierend sein.

Woran du Menschen erkennst, die dir nicht gut tun

  • Sie wollen keine Veränderung.
  • Sie beschweren sich ständig.
  • Sie suchen in ihrem Leben das Problem und sprechen darüber.
  • Sie finden in allem Gute das Schlechte.
  • Sie reden dir deine Träume aus.
  • Sie machen dich klein.
  • Sie langweilen dich.
  • Sie demotivieren dich.
  • Sie deprimieren dich.
  • Sie rauben dir Kraft.
  • Du hast das Gefühl, sie stehlen dir deine Zeit.

Woran du Menschen erkennst, die dir gut tun

  • Sie arbeiten an einem selbstbestimmten und glücklichen Leben.
  • Sie tragen Eigenverantwortung.
  • Sie denken lösungsorientiert.
  • Sie sprechen über das Gute.
  • Sie sehen keine Probleme, sondern Herausforderungen.
  • Sie unterstützen dich auf deinem Weg.
  • Sie unterstützen dich in deiner Vision.
  • Wenn sie nicht mit dir übereinstimmen, regen sie dich zum Nachdenken an, anstatt dir etwas direkt auszureden.
  • Sie inspirieren dich.
  • Sie motivieren dich.
  • Sie geben dir ein gutes Gefühl.
  • Sie geben dir Kraft.
  • Sie bereichern dich.
  • Die Zeit mit ihnen empfindest du als wertvoll.

Möchtest du persönlich wachsen?

Bevor wir ein Blick auf dein Umfeld werfen, habe ich noch eine Frage an dich: Möchtest du persönlich wachsen? Denn vielleicht ist es dir egal, in welchem Umfeld du dich befindest. Dir ist nur wichtig, dass du ein funktionierendes Umfeld hast, das dich akzeptiert und bei dem du dich aufgenommen fühlst. Das ist völlig in Ordung. Dann ist dein Ziel wahrscheinlich nicht dein persönliches Wachstum. Wenn du aber an persönlichem Wachstum interessiert bist, dann ist die Frage, wer in deinem Umfeld ist, relevant, weil dein Umfeld ein entscheidender Faktor für dein Wachstum ist.

Wenn du dich im Leben weiterentwickeln möchtest, brauchst du Menschen um dich herum, die sich ebenfalls weiterentwickeln möchten oder Menschen, die bereits so sind, wie du sein möchtest oder das tun, was du tun möchtest. Menschen, von denen du lernen kannst. Menschen, die dich inspirieren, motivieren und unterstützen, um die Person zu werden, die du sein möchtest.

Dein Umfeld

In welchem Umfeld bewegst du dich?

Werfen wir nun ein Blick auf dein eigenes Leben. Wie sieht dein privates und dein berufliches Umfeld aus? Welche Menschen befinden sich dort – jene, die dir Kraft geben oder jene, die dir Kraft nehmen?

Falls du dir unsicher bist, ob dir die Menschen in deinem Umfeld gut tun oder nicht, kann dir folgende Übung bei der Antwort helfen. Schreibe dir dazu die Namen der Menschen auf ein Blatt Papier, mit denen du die meiste Zeit verbringst (beruflich und privat). Betrachte in Ruhe und einzeln die Beziehungen zu diesen Personen und frage dich:

  • Wie ist diese Beziehung entstanden?
  • Was schenkt dir diese Beziehung?
  • Welche Eigenschaften verbindest du mit dieser Person?
  • Wie fühlst du dich in der Gegenwart dieser Person?
  • Über welche Themen unterhaltet ihr euch?
  • Wie fühlst du dich nach einem Treffen mit dieser Person?
  • Würde dir etwas fehlen, wenn diese Person nicht mehr in deinem Leben wäre?

Verbinde dich mit deinem Herzen und versuche, deinen Verstand außen vorzulassen – nichts zu bewerten und nicht an mögliche Konsequenzen zu denken. Es geht erst einmal darum, die Menschen zu enttarnen, die dir gut tun und jene, die dir nicht gut tun – und das zeigt dir dein Gefühl.

Hast du die Aufgabe beendet?

Warst du ehrlich zu dir selbst?

Hast du Menschen enttarnt, die dir überhaupt nicht gut tun? Hast du vielleicht ein ganzes Umfeld enttarnt, das dir nicht gut tut – zum Beispiel das Umfeld, in dem du arbeitest? Hast du Menschen enttarnt, die dir sehr gut tun?

Hilfe, ich bin in einem Umfeld, das mir nicht gut tut!

Wenn du in einem Umfeld bist, das du als hinderlich für deine Entwicklung erkannt hast, kannst du dich natürlich darum bemühen, es zu verändern.

  • Du könntest dich einfach nicht mehr an den negativen Themen beteiligen.
  • Du könntest andere, positive Themen einbringen.
  • Du könntest dein Umfeld auf ihre negative Sichtweise aufmerksam machen.
  • Du könntest ihren Blick für das Positive schulen.
  • Du könntest sie dazu ermuntern, aus der Opferrolle in die Schöpferrolle zu wechseln.

Wenn dir das gelingt und dein Umfeld bereit für einen inneren Wandlungsprozess ist, dann hast du sehr viel erreicht – sowohl für die einzelnen Personen in deinem Umfeld als auch für dein persönliches Wachstum. Viele Menschen stecken jedoch in ihrer Opferhaltung und ihrem Leidens-Modus fest. Das erkennst du daran, wenn du die Aufmerksamkeit auf etwas Positives lenkst und sie nicht lange an diesem Thema oder Blickwinkel interessiert sind. Kurze Zeit später dreht sich wieder alles um das Negative in der Welt und in ihrem Leben.

Die meisten Menschen wollen auch nicht belehrt werden. Transformation entsteht immer von innen heraus. Eine Raupe wird auch nur zum Schmetterling, weil sie sich in ihrem Inneren verändert. Wenn du nun dein Umfeld von außen dahingehend beeinflussen möchtest, positiv zu werden, wird dir das nur gelingen, wenn sie sich für einen inneren Wandlungsprozess entscheiden.

Daher frage dich, ob es sich lohnt, dein Umfeld verändern zu wollen oder ob es sich nach vergebenem Bemühen nicht eher lohnt, dein Umfeld zu wechseln.

Wer in deinem Leben sein darf, entscheidest du

Es ist deine eigene Entscheidung, welchen Menschen du Raum in deinem Leben gibst und wie viel Raum du ihnen erlaubst einzunehmen. Wenn du keine Grenzen setzt, nicht bewusst die Menschen wählst, mit denen du dich umgeben möchtest, entscheiden andere, wer den Platz in deinem Leben einnehmen darf. Sie platzieren sich selbst in deinem Lebensraum.

Das sind zum Beispiel Freundschaften oder Kontakte, die sich „so ergeben haben“, die aber nicht unbedingt sehr bereichernd für dich sind.

Führst du solche Beziehungen?

Es gibt viele Menschen, die nett sind – keine Frage – aber wer hat schon Zeit, sich mit allen netten Menschen zu treffen?

Wenn du fremdbestimmt lebst, entscheiden andere für dich, wer bei dir sein darf. Wenn du selbstbestimmt lebst, entscheidest du für dich, wer dir nahe sein darf.

Was glaubst du, wie viele Menschen ihre Träume aufgegeben haben, weil sie sich in einem Umfeld bewegen, das ihnen ihre Träume ausgeredet hat?

Was glaubst du, wie viele Menschen sich mit dem Status Quo zufrieden geben, weil sie sich in einem Umfeld bewegen, das nicht an ein erfülltes und selbstbestimmtes Leben glaubt?

Was glaubst du, wie viele Menschen unzufrieden sind, weil sie in einem Umfeld leben, das sich ständig beschwert und das Negative in der Welt fokussiert?

„Du bist der Durchschnitt der fünf Menschen, mit denen du die meiste Zeit verbringst.“

Entscheide dich bewusst für dein Umfeld.

Verbringe mehr Zeit mit den Menschen, die dir gut tun. Strecke deine Antenne aus und sei offen für neue Kontakte, für Menschen, die du in deinem Umfeld vermisst. Mach dich auf die Suche und verbinde dich mit jenen, die ähnliche Ziele oder Lebenseinstellungen haben wie du.

Verbringe weniger Zeit mit den Menschen, die dir nicht gut tun. Vielleicht möchtest du dich sogar von manchen Menschen oder einem ganzen Umfeld direkt trennen, das dir überhaupt nicht gut tun.

Sich von Menschen zu lösen kann schwer sein, kann Kraft kosten und unangenehm sein, aber es geht um dein Leben. Wenn es Menschen gibt, von denen du spürst, dass sie dich blockieren, klein halten, unterdrücken oder negativ beeinflussen und du dich von ihnen lösen möchtest, dann gehe diesen Schritt.

Schaffe Raum für die Menschen, die dir Kraft geben, die dich bereichern und darin unterstützen, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen.

Ist dieser Wert nicht unbezahlbar?


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